Zero Trust: Warum das 'Niemandem vertrauen'-Prinzip heute Standard ist
Früher war alles einfacher: Wir hatten eine Firewall, und wer drinnen war, dem haben wir vertraut. Heute wissen wir: Das “Burggraben-Prinzip” funktioniert nicht mehr. In einer Welt von Homeoffice, Cloud-Services und mobilen Endgeräten brauchen wir einen neuen Ansatz. Hier kommt Zero Trust ins Spiel.
Was ist eigentlich Zero Trust?
Kurz gesagt: Zero Trust bedeutet, dass wir keinem Gerät und keinem Benutzer mehr pauschal vertrauen — egal, ob sie sich im internen Netzwerk befinden oder nicht. Jede einzelne Anfrage wird verifiziert, autorisiert und verschlüsselt.
Die Kernprinzipien:
- Explizite Verifizierung: Wir prüfen Identität, Standort, Gerätestatus und Dienst.
- Least Privilege Access: Benutzer erhalten nur Zugriff auf das, was sie für ihre aktuelle Aufgabe wirklich brauchen.
- Assume Breach: Wir gehen davon aus, dass Angreifer bereits im Netzwerk sind und minimieren den potenziellen Schaden durch Mikro-Segmentierung.
Warum “Niemandem vertrauen” nicht negativ gemeint ist
Es geht nicht um Misstrauen gegenüber den Mitarbeitern, sondern um den Schutz der Identitäten. Wenn ein Account kompromittiert wird, verhindern die Zero-Trust-Barrieren, dass der Angreifer sich ungehindert “lateral” durch das Unternehmen bewegen kann.
Wo fängt man an?
Zero Trust ist kein Produkt, das man kauft, sondern eine Reise. Ein guter Startpunkt sind starke Identitäten (MFA) und eine saubere Geräteverwaltung (MDM). Danach folgt die Absicherung der Anwendungen und Datenströme.
In meinen kommenden Beiträgen werde ich tiefer in die technischen Implementierungen (wie ZTNA) eintauchen. Bleibt dran!
