PowerShell Security: So bleiben Ihre Secrets geheim
PowerShell ist das Schweizer Taschenmesser für Administratoren. Aber mit großer Macht kommt große Verantwortung — besonders wenn es um den Umgang mit Passwörtern, API-Keys und anderen sensiblen Daten in Skripten geht. Passwörter im Klartext im Quellcode zu speichern, ist ein absolutes No-Go.
Das Problem mit Hardcoded Credentials
Skripte landen oft in Git-Repositories oder auf Netzwerkfreigaben. Werden dort Passwörter im Klartext hinterlegt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Unbefugter darauf zugreift. Das ist eine Einladung für Hacker!
Bessere Alternativen
- PSCredential-Objekte: Nutzen Sie
Get-Credential, um den Benutzer interaktiv nach dem Passwort zu fragen. Das Passwort landet verschlüsselt im Speicher. - Microsoft SecretManagement Modul: Dieses modulare Framework erlaubt es, Secrets in verschiedenen “Vaults” (z.B. KeePass, Azure Key Vault oder dem lokalen Windows Credential Manager) zu speichern und sicher abzurufen.
- GMSA (Group Managed Service Accounts): Für geplante Aufgaben auf Servern sind GMSAs ideal. Windows kümmert sich um die Passwort-Rotation, und das Skript braucht keine Zugangsdaten mehr zu kennen.
Ein kleiner Tipp aus der Praxis
Wenn Sie Secrets lokal speichern müssen, nutzen Sie die DPAPI (Data Protection API) über Export-CliXml. Die so erstellte Datei kann nur auf demselben Rechner von demselben Benutzer wieder entschlüsselt werden.
Sicherheit in der Automatisierung fängt beim Umgang mit Secrets an. Sauber programmiert ist halb gewonnen!
